Wasser - ein faszinierendes Element

Nehmen wir mal an, du sitzt auf dem Mond und  hast ein Riesenfernrohr dabei, mit dem du auf die Erde guckst. Durch die Linse entdeckst du, dass es fast überall auf der Erde sprudelt und spritzt, tropft, schäumt und plätschert, fliesst und wogt: Das ist nicht verwunderlich, denn die Erde ist zu 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Sie wird deshalb auch der blaue Planet genannt. Der grösste Teil der Wassermengen ist in den Ozeanen und ist salzig. Nur etwa drei Prozent sind Süsswasser. Davon sind zwei Drittel in den Gletschern und Eisbergen gefroren. Der Rest des Süsswassers fliesst in Flüssen, Bächen und Seen oder ist als Grundwasser unter der Erde versteckt.

  • Wasser - allerlei Wissenswertes zu diesem Element.

Wasserverbrauch

 

wasserverbrauch

Zum Leben benötigst du Wasser - ohne kann ein Mensch nur wenige Tage überleben. Durch Nahrung und Getränke nimmst du täglich rund zwei Liter zu dir. Weit höher ist jedoch die Wassermenge, die du für andere Zwecke benötigst (duschen, waschen, Geschirr spülen...)

Weisst du, wie viel Wasser du täglich brauchst?

Überprüfe deinen täglichen Wasserverbrauch: Notiere dazu einen Tag lang, wie  viel Wasser du wozu brauchst. Benutze für deine Notizen das "Wasserprotokoll".  Die Durchschnittszahlen auf dem Wasserprotokoll helfen dir bei dieser Aufgabe.

Mit allem, was du konsumierst (Lebensmittel, Kleider, Spielzeug etc) verbrauchst du unbewusst zusätzlich Wasser, sogenanntes "virtuelles Wasser". Gemeint ist damit das Wasser, das für die Herstellung des Produktes verbraucht worden ist. Kannst du dir vorstellen, dass die Herstellung eines Hamburgers 2400 Liter Wasser benötigt?

Mehr zum täglichen Wasserverbrauch und zum schwierigen Thema  "virtuelles Wasser":

  •  Messreihen ermöglichen dir, den Wasserverbrauch von bestimmten Tätigkeiten genau festzustellen. Du findest hier alle nötigen Informationen dazu!

Entdeckungen am Bach

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Bäche sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Erholungsorte für Menschen, Lieferanten von Trinkwasser und sie gliedern unsere Landschaft. Bäche stehen im regen Austausch mit der sie umgebenden Landschaft und vernetzten dadurch Lebensräume. Jeder Bach hat sein eigenes Gesicht.
 
Lerne deinen Bach kennen:
  • Erkundige dich, wie das Gewässer und die Standortgemeinde heisst. Nutze dazu eine Karte oder Google-Map!
  • Wie breit ist der Bach? Schätze die Breite deines Baches oder vielleicht kannst du es mit einem langen Ast genau bestimmen!
  • Wie tief ist der Bach? Nutze auch dazu einen Ast!
  • Wie warm ist der Bach? Handwarm oder zu kalt zum Baden? Kannst du die Temperatur mit einem Thermometer bestimmen?
  • Fliesst dein Bach in Kurven oder gerade durch die Landschaft?
  • Wie schnell fliesst das Wasser? Bezeichne dazu am Ufer eine Strecke von 10 Metern. Wirf einen schwimmenden Gegenstand - Holz oder Blatt - hinein und miss die Zeit, die er benötigt um die abgemessene Zeit zurück zu legen.

Das Beobachtungsblatt hilft dir bei dieser Arbeit!

Tiere am Bach

Säugetiere, Amphibien, Vögel und Gaukler entdecken...

sarah_3Viele Tiere am Bach oder Fluss sind unauffällig. Doch genaues Hinschauen lohnt sich!
Wenn du dich ruhig verhältst entdeckst du vielleicht einen Biber, eine Wasserspitzmaus, eine Ringelnatter, einen Feuersalamander, Frösche, einen Eisvogel etc. Was du alles entdecken könntest, zeigt dir die interaktive Seite von Planet-Wissen: Leben im Bach und Fluss

Tiere im und am Wasser beobachten

Geh auf Pirsch und halte deine Beobachtungen auf dem Beobachtungsbogen fest.

Kennst du diesen zarten Gaukler? Mehr Informationen und Bilder dazu findest hier!

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Kleinlebewesen  im Wasser

In  Bächen leben auch unzählige kleine Wassertierchen. Möchtest du einige fangen, beobachten und dann wieder in die Freiheit zurückgeben?

Du kannst dir eine Wassertierchenfalle ganz einfach selber basteln und auf Entdeckungstour gehen. So gehst du vor: Wassertierchenforscher

Hier erfährst du noch mehr über die Kleinlebewesen im Bach.

 

Was wächst am Bach?

Verschiedene Pflanzen lieben einen Standort in der Nähe eines Fliessgewässers. Sie können sich im feuchten Boden besonders gut entwickeln. Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Milzkraut
  • Sumpfdotterblume
  • Bachnelkenwurz
  • Mädesüss
  • Silberweide
  • Schwarzerle
  • Esche

Zu diesen Pflanzen findest du hier Bilder und Beschreibungen.

Einige Pflanzen wachsen auch direkt im Wasser. Sie haben wichtige Funktionen für die Tiere. Einige davon sind:

  • Klettermöglichkeit durch aus dem Wasser ragende Pflanzen
  • Anflug- und Rastmöglichkeit für Gaukler
  • Versteckmöglichkeit in Pflanzenteilen unter Wasser
  • Ei-/Laichablage an Blättern
  • Futter für Enten und Fische

Entdeckst du am Bach / Fluss eine Pflanze, die dich ganz besonders beeindruckt?
Dann....

kamera..... fotografiere sie! Mit Hilfe eines Bestimmungsbuchs oder des Internets kannst du sie zu Hause bestimmen. Erfasse die Pflanze - mit Angabe des Fundortes - bei den Umweltdetektiven! 

Du kannst auch den Beobachtungsbogen nutzen!

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Aufgepasst!

Entdeckst du auch Pflanzen, die hier fremd sind - sogenannte Neophyten. Diese sind aus gebietsfremden Orten eingewandert und verbreiten sich schnell. Sie bedrohen unsere einheimischen Pflanzen, deshalb muss ihre Ausbreitung überwacht werden.

 

Die Neuen unter uns....

Pflanzen haben die natürliche Tendenz sich auszubreiten. Ihre Samen und Früchte besitzen dazu besondere Eigenschaften wie Flügel oder Fallschirme. Auch über Tiere oder Wasser können sich die Samen verbreiten. Doch auch wir Menschen können - absichtlich oder nicht - zur Verbreitung von Samen beitragen und zum Beispiel beim Reisen, Samen aus entfernten Gebieten einschleppen.

Springkraut, Bärenklau und Co. - Pflanzen, die aus fremden Ländern zugewandert sind

Neophyten sind Pflanzen, die natürlicherweise nicht bei uns wachsen. Sie sind bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt vom Menschen nach 1492 - dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus - in neue Gebiete eingeführt worden und breiten sich nun aus.

Einige dieser Pflanzen bedrängen einheimische Pflanzen und müssen deshalb überwacht oder bekämpft werden.

Diese vier Problempflanzen sollte ein Umweltdetektiv kennen:

  • Bärenklau - Riesenwuchs und Sonnenbrand
  • Kanadische Goldrute - gelbes Meer
  • Japanknöterich
  • drüsiges Springkraut

Die ersten vier Beschreibungen auf diesem Informationsblatt widmen sich diesen vier Pflanzen.

Viele Kantone erheben zur Zeit die Neophyten - das heisst, sie sammeln alle Angaben, wo Neophyten wachsen. Hilf mit und melde deine Beobachtungen! So kannst du vorgehen:

  • Achte bei deinen Spaziergängen, ob du eine dieser fremden Pflanzen entdeckst (häufig breiten sie sich an Ufern von Fliessgewässern aus!)
  • Wo stehen die Pflanzen?
  • Siehst du eine Einzelpflanze oder wächst eine Gruppe?