Safari vor der Schulhaustür

 

Schulhaustr neu

 

 

Überall rund ums Schulhaus lauern "Naturschätze". Vielleicht entdeckst du sie unter einem Stein, in der Mauerritze oder deine Ohren leiten dich zu ihnen.

Komm mit auf Safari! Ab August 2016 ermuntern dich die Umweltdetektive monatlich zu einer kurzen Entdeckungstour in deiner Schulhausumgebung. Ein Beobachtungsauftrag leitet dich durch die Expedition.

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Entdeckungen festhalten
Ein Säugetier ertappt, ein Insekt erhascht oder eine spezielle Pflanze entdeckt? Auf den Entdeckerseiten kannst du deine Beobachtungen online festhalten.

 

 

Es summt und surrt in der Hecke

afu kaefer 2Hecken sind wichtige Lebensräume für Vögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien. Dass auch tausende von Insekten und Spinnentieren darin leben, interessiert uns meistens weniger. Und dies, obwohl Insekten und Spinnen eine enorm wichtige Bedeutung haben: sie dienen als Nahrungsgrundlage für Wirbeltiere und sie fressen Kleintiere, die für uns oder für Pflanzen schädlich sein können. Zudem tragen sie dazu bei, dass wir fruchtbaren Boden haben, denn sie ernähren sich auch von toten Tieren und bienePflanzenteilen. In der Schweiz sind 16'600 Insekten- und 2375 Spinnentierarten bekannt und man schätzt, dass viele noch gar nicht entdeckt wurden. Es lohnt sich, diese Vielfalt einmal genauer anzuschauen - aber wie?

Mit dem Klopfschirm unterwegs (Auftrag Juni)

Schnecken entdecken

afu schnecken 2Schnecken finden die meisten Leute eklig. Aber in der Welt der Schnecken gibt es faszinierende Geheimnisse zu entdecken: Wieso haben Schnecken Haare? Wie jagen Schnecken? Warum verletzen sie sich nicht, wenn sie über scharfe Messerklingen kriechen? Wie wächst ein Schneckenhaus? Nur ein Bruchteil der 220 Landschneckenarten, die in der Schweiz vorkommen, sind Schädlinge. Viele Arten sind sogar nützlich, weil sie andere Schnecken oder welke Pflanzenteile fressen und uns behilflich sind bei der Herstellung von Kompost. Auch auf dem Schulgelände leben Schnecken. Anhand ihrer Häuser findest du heraus, um welche Arten es sich handelt.

Schnecken entdecken (Auftrag Mai)

Sammelliste für Schneckenhäuschen

Weitere Informationen sowie eine Bestimmungshilfe findest du auf Expedio, Thema Schnecken

 

Wer singt denn da?

Im April werden die Tage länger, die Sonne vermag stellenweise den Boden bereits aufzuwärmen. Mit dem Frühling erwacht auch die Tierwelt - allen voran die Vögel, die zu unserer Freude früh morgens ihren Gesang kundtun. Meist singen die Männchen, um eine Partnerin anzulocken oder um ihr Brutrevier zu markieren. In der Schulumgebung sind bestimmt Amseln und Buchfinken zu hören. Aber auch andere Tiere sind unterwegs und mit etwas Glück und Geduld kannst du sie hören.

Wer singt denn da? (Auftrag April)

Das Geheimnis der Frühblüher

schneegloeckchen

Wenn im März stellenweise noch Schnee liegt und die Laubbäume ihre Blätter noch nicht ausgetrieben haben, spriessen manchenorts bereits Schneeglöckchen, Märzenglöckchen, Winterlinge oder Scharbockskraut aus dem Boden. Wie ist dies möglich, wo es doch noch so kalt ist und die Tage noch kurz sind? Damit Frühblüher so früh wachsen können, haben diese Pflanzen eine besondere Anpassung entwickelt. Diese ist im Boden versteckt …

Das Geheimnis der Frühblüher entdecken (Auftrag März)

In die Zukunft schauen: Knospen sezieren

zweigIn den Knospen der Bäume sind schon im Herbst die Blätter und die Triebe für das nächste Jahr vorbereitet. Die Triebe sind durch Schuppen und Harz gut geschützt. Wirf einen Blick in die Zukunft des Baums, indem du seine Knospen untersuchst. Keine Baumart eignet sich dazu besser als die Rosskastanie mit ihren grossen Knospen. Allerdings sind sie durch Harz verklebt und müssen zuerst mit Brennsprit "entharzt" werden …

Knospen sezieren (Auftrag Februar)

Vögel im Winter

sonnenblumenStandvögel, die den Winter bei uns verbringen, sind gut an Kälte und Schnee angepasst. Nicht so die Zugvögel, die während dem Winterhalbjahr in wärmere Regionen ziehen. Sie ernähren sich vor allem von Insekten und anderen Kleintieren, die hier im Winter nicht zu finden sind. Standvögel hingegen ernähren sich von Knospen, Blättern, Nüssen, Samen, Früchten oder Beeren. Bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost ist es für sie aufwändig, an das Futter ranzukommen. Nur dann ist es sinnvoll, die Vögel mit ihrer natürlichen Nahrung zu füttern. Dabei ist es wichtig, dass die Futterstellen richtig angebracht werden.


Welche Vögel verbringen den Winter bei uns und wovon ernähren sie sich? (Auftrag Januar)

Winterbäume

Jeder Baum hat eine charakteristische Rinde, sowohl in der Farbe, als auch im Muster. Sie ist eine ganz wichtige Schutzschicht für den Baum. Sie schützt vor dem Austrocknen, vor Pilzbefall und vor den "gefrässigen" Insekten. Die äussere Rinde, die abgestorben ist, nennt man Borke. Sie ist die Schicht, die wir sehen, wenn wir vor einem Baum stehen. Sie enthält Kork und ist von feinen Luftkanälen durchsetzt.

Die Rinde hilft uns auch bei der Unterscheidung der Bäume. So können wir Bäume auch im Winter bestimmen.

Winterbäume (Auftrag Dezember)

 

 

Frassspuren an Haselnüssen - wer ist der "Täter"?

haselnussWir schätzen Haselnüsse in Kuchen, Guetzli oder im Studentenfutter. Haselmaus

Aber auch viele Tiere - zum Beispiel die Haselmaus - haben diese Nüsse zum Fressen gern. Doch die Nussschale ist hart. Die Tiere müssen sich anstrengen, um an den zarten Kern zu gelangen. Ihre Arbeit hinterlässt Spuren - eindeutige Spuren. Diese verraten dir, wer die Nuss geknackt hat. 

Spurensuche ist wie ein Detektivspiel. Es ist nicht immer möglich, sofort Spuren zu finden. Es braucht Geduld. Mit achtsamen Augen bist du bist du rasch ein erfolgreicher Nussjäger und weisst, welche scheuen Tiere in deiner Umgebung unterwegs sind.

Das grosse Haselnussfressen (Auftrag Oktober)

 

Verbreitung von Samen - mit Propeller, Fallschirm und Co

AhornPflanzen sind ihr ganzes Leben lang an einem Ort festgewachsen. Sie können nicht wie Tiere den Standort wechseln, wenn die Lebensbedingungen (Licht, Trockenheit, Raum etc.) für sie nicht mehr günstig sind. Deshalb verwenden Pflanzen verschiedene Strategien, um ihre Samen und Früchte möglichst weit zu verbreiten. Sie nutzen dazu den Wind, Tiere und Wasser oder schleudern ihre Samen durch speziell entwickelte Mechanismen weg.

Pflanzen auf Wanderschaft (Auftrag November)

Weiterführende Informationen für Lehrpersonen:
Von Früchten und Samen das Fliegen lernen

Eicheln

Die spinnen die Spinnen

Hast du gewusst, dass es in der Schweiz rund 1000 Spinnenarten gibt? Und dass sie überall vorkommen?
SpinnennetzDie 8-beinigen Jäger sind in Wäldern, Wiesen und Häusern anzutreffen, ja sogar im Wasser und in Gletschervorfeldern. Alle Spinnen haben etwas gemeinsam: sie produzieren Spinnenseide. Aber nicht alle Spinnen bauen damit Netze und nicht alle Netze werden gleich gebaut.

Die spinnen die Spinnen (Auftrag September)Spinne

 

Willst du mehr über Spinnen wissen? Lies weiter bei Expedio - Thema Spinnen

 

Dem Siebenschläfer auf der Spur

siebenschlaeferSiebenschläfer und Haselmäuse gehören zur Familie der Bilche, auch Schlafmäuse genannt. Sie leben in artenreichen Hecken und Waldrändern. Sie ernähren sich von Nüssen, Beeren, Samen, Früchten und Insekten. Im Spätsommer und Herbst, wenn der Siebenschläfer sich für den bevorstehenden 7-monatigen Winterschlaf den nötigen Speck anfrisst, dringt er auch in die Nähe von Häusern vor. Da er sich nachts auf Bäumen und Sträuchern aufhält, bemerken wir ihn nicht. Oder doch?

Dem Siebenschläfer auf der Spur (Auftrag August)

Willst du mehr über Schlafmaus-Projekte wissen? Lies weiter bei www.probilche.ch, dem Verein zur Förderung der Schlafmäuse.

Hier findest du auch die Anleitung zum Bau des Spurentunnells und ein Spurenblatt mit dem du die Tierspuren bestimmen kannst.