Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen

Naturwissenschaftliche Methoden sind durchaus auch in den unteren Klassen wichtig. Ausgehend von der sinnlichen, spielerischen und erkundenden Wahrnehmung ermöglichen sie ein gezieltes Hinterfragen von Natur- und Alltagsphänomen und helfen dabei, eine Vorstellung und ein Verständnis ökologischer Zusammenhänge zu entwickeln.

Umweltdetektive sammeln Erfahrungen mit diesen Arbeitsweisen: 

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  • Experimente entwickeln, durchführen und dokumentieren
  • kartieren
  • recherchieren im Internet
  • Sammlungen erstellen, ordnen und strukturieren
  • Resultate festhalten, präsentieren, austauschen und veröffentlichen
  • etc.

Sammeln

 

Erinnern Sie sich an die Geschichte von Charles Darwin, den bedeutenden Natruforscher. Er reiste um die ganze Welt, war ein begeisterter Sammler, schrieb seine Beobachtungen sorgfältig in kleine Notizbücher und erforschte - zurück in England - seine gesammelten Objekte (Pflanzen, Tiere, Steine, Fossilien) mit Hilfe seiner Notizen.

Wissenschaftliche Sammlungen
Bereits zu Lebzeiten Darwins legten Museen auf der ganzen Welt Sammlungen an. Es war die Zeit der grossen Expeditionen, und viele unbekannte Tier- und Pflanzenarten wurden entdeckt und beschrieben. Das Zoologische Museum der Universität Zürich zum Beispiel besitzt eine Sammlung mit 30'000 Tierarten. Nur 1‘500 davon sind im Museum ausgestellt.

Mit einer Sammlung kann zum Beispiel die Vielfalt innerhalb einer Art, die Verbreitung etc. aufgezeigt werden.

Eine Sammlung anlegen

Fragen, die vor dem Sammeln zu stellen sind: 

  • Was will ich sammeln?
  • An welchen Orten finde ich die Dinge, die ich sammeln will?
  • Wie entscheide ich, was in diese Sammlung gehört und was nicht?

Sammeln am Beispiel des "Sammelauftrag Schneckenhäuschen" afu_schnecken_1

  • Ausrüstung: Sammelliste, Bleistift, dünner wasserfester Filzstift
  • Suche leere Schneckenhäuser unterscheide sie mit Hilfe einer Bestimmungsliste *.
  • Mit dem Filzstift schreibst du unten auf jedes Schneckenhaus eine fortlaufende Zahl(1, 2, 3...)
  • Nun schreibst du jedes Schneckenhaus in deine Sammelliste *, beschreibst den Fundort und fügst allfällige Beobachtungen dazu.
  • Bewahre das Schneckenhäuschen sorgfältig auf.
  • Evt. können die Fundorte in einem Plan eingezeichnet werden.
  • Welche Erkenntnisse kannst du aus deiner Sammlung ziehen?
Umfassende Informationen zum Thema Schnecken, Schnecken sammeln und Schneckenvielfalt: Expedition Schnecke (naturama)

*
aus dem "Forscherbuechli"  des Zoologischen  Museums der Universität Zürich 2009
Text, Konzept: Peter Wandeler, Seline Dänzer und Marianne Haffner (Zoologisches Museum
der Universität Zürich), Nicole Schnyder (Zoo Zürich)
Gestaltung & Illustration: Kurt Seiler
Schneckenfotos: Al Greer, Robert Cameron
Schneckenzeichnungen: Otto Garroux
Druck: Druckzentrum, Stallikon, ZH


Das Anlegen einer persönlichen Sammlung ist das Thema des Monatswettbewerbs September!