Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen

Naturwissenschaftliche Methoden sind durchaus auch in den unteren Klassen wichtig. Ausgehend von der sinnlichen, spielerischen und erkundenden Wahrnehmung ermöglichen sie ein gezieltes Hinterfragen von Natur- und Alltagsphänomen und helfen dabei, eine Vorstellung und ein Verständnis ökologischer Zusammenhänge zu entwickeln.

Umweltdetektive sammeln Erfahrungen mit diesen Arbeitsweisen: 

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  • Experimente entwickeln, durchführen und dokumentieren
  • kartieren
  • recherchieren im Internet
  • Sammlungen erstellen, ordnen und strukturieren
  • Resultate festhalten, präsentieren, austauschen und veröffentlichen
  • etc.

Kartieren

Kartieren …

Bei der Kartierung wird die räumliche Verteilung von einem Organismus in einem geografischen Bezugsraum untersucht.

Die Größe dieses Bezugsraumes kann unterschiedlich groß sein; er kann sich beispielsweise auf einen Kanton, einen Naturraum, eine Region, ein Quartier aber auch auf kleine Flächen wie z.B. das Aussengelände einer Schule, einen Garten oder einen bezeichneten Bereich auf einer Wiese beziehen.

Kartierungen werden in der wissenschaftlichen Praxis zum Beispiel für Verbreitungskarten von Pflanzen oder Tieren verwendet (botanische oder zoologische Kartierung).

Auch für die Anwendung mit Schülern unterschiedlichen Alters ist diese Arbeitsweise geeignet. Sie kann zudem auf Themenkreise anderer Fachgebiete übertragen werden. Kartieren lässt sich fast alles: auch Parkuhren, Abfalleimer in der Stadt, Kirchen, Denkmäler, Kioske, Bahnhöfe, Schulen, Wohnorte der Klassenkameraden etc. Als Kartengrundlagen können topografische Karten unterschiedlichen Maßstabs, Stadtpläne oder Kopien von Luftbildern von Google Earth dienen.

Beispiele:

  • Kartieren von Hochstammbäumen (Anzahl oder Arten) in meinem Quartier
  • Obstbäume im Obstgarten
  • Abfalleimer in der Innenstadt (Zusammenhang mit dem Littering?)
  • Frühblüher im Schulhausareal
  • etc.